17.-19.09.1999 - Moskau

Ich wohne im Hotel Rossia, mit Blick auf die Basilius-Kathedrale und den Roten Platz. Ein Riesenklotz mit 3200 Betten das größte Hotel Europas. Ich muß sagen, ich habe schon schlechter gewohnt, aber noch nicht oft. Das warme Wasser riecht nach Algen und eine Kakerlake scheint mit in die Wanne zu wollen. Außerdem haben sie das wohl weltweit unfreundlichste Personal. Aber dann, der Ausblick aus dem Restaurant im 27. Stock auf das nächtliche Moskau entschädigt für alles. Das Wetter meint es gut mit uns, knallblauer Himmel und die Sonne auf goldenen Kuppeln. Ein Besuch auf dem roten Platz ist natürlich ein absolutes Muß.

Ich hätte Euch gerne ein Foto aus dem Lenin-Mausoleum gezeigt. Ich kann Euch sagen, der alte Knabe ist ganz schön blaß um die Nase. Leider durfte man nicht fotografieren und im Mausoleum waren in jedem Raum Wachen. Es ist ziemlich unheimlich, weil das Gebäude nur dämmrig ausgeleuchtet ist und nur der offene Sarg in einer Glaskuppel hell angestrahtl wird. Unsere Reiseführerin erzählte, daß der Sarg jede Nacht nach unten in ein Labor gebracht wird, wo sie die Leiche wieder “auffrischen”.

Der Kreml, Pracht oder Protzbau?

Zweifellos beeindruckende Architektur und Ausstattung, aber auch die Demonstration staatlicher Macht.Leider hatten wir viel zu wenig Zeit für die Besichtigung, das Gelände wird ziemlich früh geschlossen. Es gibt da eine Diamanten-Ausstellung, die ich wirklich gerne gesehen hätte. Ich glaube, ich muß da noch mal hin.

Die U-Bahn

Was Du hier siehst, ist eine U-Bahn Station in Moskau. Die Stationen sind wirklich sehenswert. Wenn Du einmal nach Moskau kommst, solltest Du unbedingt eine Rundfahrt damit machen
Am Sonntag Nachmittag geht es dann zum Bahnhof und die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn beginnt.
Ich verlassse die Stadt mit sehr widersprüchlichen Gefühlen. Einerseits eine Weltstadt, die mich mir ihrem Chic und ihrer Eleganz beeindruckt hat. Andererseits es doch viele, vor allem alte Menschen, denen das Einkommen kaum zum Leben reicht.