01. - 02.10.1999 Datong

In Datong gibt es zum ersten Mal Ärger. Unser Hotel ist angeblich nicht reserviert und wir müssen in ein anderes. Da ziehe ich es vor, im Schlafsack zu nächtigen, ziemlich schmuddelig das ganze. Obwohl die Stadt zwei Millionen Einwohner hat, scheinen sie nicht allzuoft Europäer zu Gesicht zu bekommen. Entsprechend interessant sind wir für die Chinesen, “Langnasen” eben. Viele, die nur ein paar Brocken Englisch können, sprechen uns an und begrüßen uns freundlich.

Datong ist sehr interessant, wir bekommen hier viel vom chinesischen Alltagsleben mit. Kohle wird noch in großen Brocken und mit dem Muli-Karren ausgeliefert und alte Männer hängen ihre Singvögel an die Luft. Wir konnten sogar eine Privatwohnung besuchen. Unglaublich, wie viele Menschen hier auf engem Raum wohnen. Deshalb spielt sich auch ein großer Teil in der Öffentlichkeit, im Hof zwischen den Wohnungen ab. Aber wir sehen nicht nur die malerischen Seiten. Kinderarbeit ist hier noch an der Tagesordnung.

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