30. 09.1999 Die Gobi entlang nach China

Die Fahrt von Ulaan Bataar nach Datong führt uns zuerst durch schneebedeckte Berge und Hochebenen und dann am Rande der Wüste Gobi entlang. Entsprechend krass sind die Temperaturunterschiede. In der Mongolei ca. 5 Grad steigt die Temperatur auf 30 Grad in der Wüste und sinkt dann wieder auf 8 Grad bei der Ankunft in China. Entlang der Bahnstrecke stehen Hochhäuser mitten in der Wüste, die scheinbar kaum bewohnt sind und wohl der alten russichen Regierung zuzuschreiben sind. Hier werden auch die Folgen der Transsibstrecke für die Tierwelt deutlich. Die Strecke ist eingezäunt und durchschneidet die Wanderwege der Herden. Vor allem geschwächte Tiere verkraften den Umweg nicht und verenden. Die Skelette bleiben einfach liegen und gruseln die europäischen Reisenden. Aber auch hier ein besonderes Naturschauspiel, der Sonnenuntergang über der Wüste. Ich hatt Glück uns saß auf der richtigen Seite des Waggons (wenn ich mich richtig erinnere, rechts in Fahrtrichtung) und konnte den ganzen Horizont in roten Farben glühen sehen. An der mongolisch-chinesichen Grenze findet erst einmal das vielgerühmte Umsetzen der Züge auf eine schmalere Fahrspur statt. Ich muss gestehen, ich habe mir das nicht allzulange angeschaut. Ich war hundemüde. Auf chinesischer Seite hatten wir den Zug Nr. 4, ziemlich plüschig aber sehr sauber.
Stationen in China Datong
  Badaling (chin. Mauer)
  Peking